Messkampagnen
Mobile oder stationäre Messungen erfassen die reale LoRaWAN-Versorgung im Untersuchungsgebiet. Messpunkte werden mit Position, Empfangsqualität und erreichbaren Gateways zusammengeführt.
LoRaWAN · Funknetzanalyse
Stadtklar untersucht bestehende und geplante LoRaWAN-Netze für Kommunen, Stadtwerke und kommunale Betriebe. Feldmessungen werden mit Signal-, Gateway- und Empfangsdaten zusammengeführt. Daraus entstehen belastbare Karten und konkrete Grundlagen für die weitere Netzplanung.
Planungsgrundlage
Die nominelle Reichweite eines LoRaWAN-Systems sagt wenig darüber aus, wie zuverlässig Sensoren an konkreten Standorten tatsächlich empfangen werden.
Gebäude, Gelände, Montagehöhe, Antennenposition und lokale Funkbedingungen beeinflussen die Verbindung. Eine Funknetzanalyse zeigt deshalb, welche Bereiche bereits zuverlässig versorgt sind, wo Reserven bestehen und an welchen Stellen zusätzliche Infrastruktur sinnvoll ist.
Leistungen
Mobile oder stationäre Messungen erfassen die reale LoRaWAN-Versorgung im Untersuchungsgebiet. Messpunkte werden mit Position, Empfangsqualität und erreichbaren Gateways zusammengeführt.
Signalstärke, SNR, Anzahl empfangender Gateways und weitere verfügbare Funkparameter werden gemeinsam ausgewertet. So lassen sich stabile und kritische Empfangssituationen voneinander unterscheiden.
Messwerte werden räumlich aufbereitet. Karten machen Unterschiede in der Netzversorgung sichtbar und schaffen eine verständliche Grundlage für technische und strategische Entscheidungen.
Die Beiträge einzelner Gateways zur Gesamtversorgung werden getrennt betrachtet. Dadurch wird sichtbar, welche Standorte besonders wichtig sind und wo Redundanz fehlt.
Auf Basis vorhandener Messdaten können zusätzliche Gateway-Standorte bewertet und priorisiert werden. Ziel ist nicht maximale Gateway-Anzahl, sondern eine sinnvolle Verbesserung der Netzversorgung.
Ergebnisse werden so aufbereitet, dass technische Verantwortliche und Projektentscheidende daraus konkrete nächste Schritte für Betrieb und Ausbau ableiten können.
Messdaten
Eine belastbare Bewertung entsteht erst durch die gemeinsame Betrachtung mehrerer Funk- und Empfangsparameter.
Die empfangene Leistung zeigt, wie stark ein Signal am Gateway ankommt. Je nach eingesetzter Plattform können unterschiedliche Bezeichnungen und Datenfelder verwendet werden.
Der SNR-Wert beschreibt, wie deutlich sich das LoRa-Signal vom vorhandenen Rauschen abhebt und ergänzt damit die reine Signalstärke.
Wird ein Paket gleichzeitig von mehreren Gateways empfangen, steigt die räumliche Redundanz des Netzes. Bereiche mit nur einem erreichbaren Gateway können gezielt identifiziert werden.
Vorgehen
Welche Anwendungen sollen versorgt werden? Welche Gebiete, Gebäude oder Messstellen sind relevant? Daraus entstehen Messgebiet und Bewertungskriterien.
Messgeräte erfassen die reale Funkversorgung im Feld. Zusätzlich können vorhandene Betriebs- und Gatewaydaten in die Analyse einbezogen werden.
Messwerte werden räumlich und statistisch ausgewertet. Versorgungslücken, starke Standorte und mögliche Ausbauschritte werden daraus abgeleitet.
Kommunale Anwendungen
Viele verteilte Zähler benötigen eine stabile Funkversorgung. Eine Netzbewertung kann vor größeren Rollouts klären, wo Messstellen zuverlässig erreichbar sind.
Klima-, Pegel-, Umwelt- und weitere Sensoren befinden sich häufig an sehr unterschiedlichen Standorten. Eine Funknetzanalyse schafft eine gemeinsame Grundlage für deren Anbindung.
Auch stationäre Messstellen an Gebäuden und Bauwerken profitieren von einer bekannten und dokumentierten Netzversorgung.
Bestehende Netze
Eine Funknetzanalyse ist nicht nur vor dem Aufbau eines neuen Netzes sinnvoll.
Auch bestehende LoRaWAN-Infrastrukturen können systematisch untersucht werden. Dabei lässt sich beispielsweise prüfen, welche Gateways einen besonders großen Beitrag zur Versorgung leisten, welche Gebiete nur geringe Redundanz aufweisen und wo zusätzliche Standorte den größten Nutzen bringen könnten.
Das ermöglicht einen gezielten Ausbau auf Grundlage realer Messdaten statt pauschaler Reichweitenannahmen.
Ergebnis
Je nach Projekt können die Ergebnisse unter anderem Signalstärkekarten, Gateway-Abdeckungen, statistische Auswertungen, die Identifikation kritischer Bereiche und Empfehlungen für zusätzliche Gateway-Standorte umfassen.
Die Auswertung wird an die konkrete Fragestellung angepasst. Für einen flächigen Sensorausbau sind andere Kriterien relevant als für einzelne kritische Messstellen oder kommunale Gebäude.
Einordnung
Die Analyse schafft eine belastbare Planungsgrundlage für das untersuchte Gebiet und die eingesetzte Messtechnik. Sie ersetzt keine Prüfung des späteren Einbauorts eines einzelnen Sensors.
Gebäudedämpfung, Montageposition, Antenne und Endgerät können die Funkverbindung zusätzlich beeinflussen. Bei kritischen Anwendungen sollte deshalb auch die konkrete Messstelle unter realen Bedingungen geprüft werden.
Häufige Fragen
Ja. Bestehende Gateways und bereits verfügbare Empfangsdaten können mit zusätzlichen Feldmessungen kombiniert werden. Dadurch lässt sich die aktuelle Netzversorgung gezielt bewerten.
Georeferenzierte Messwerte werden räumlich ausgewertet und visualisiert. Welche Darstellung sinnvoll ist, hängt von Messdichte, Untersuchungsgebiet und Fragestellung ab.
Ja. Auf Basis der bestehenden Netzversorgung und geeigneter Kandidaten können Standorte verglichen und hinsichtlich ihres erwartbaren Beitrags zur Netzabdeckung priorisiert werden.
Bei größeren oder räumlich verteilten Rollouts kann eine vorherige Netzbewertung Risiken reduzieren. So lässt sich früh erkennen, in welchen Bereichen zusätzliche Infrastruktur oder eine andere technische Lösung notwendig sein könnte.
Funknetzanalyse
Wir klären Untersuchungsgebiet, vorhandene Infrastruktur und die konkrete Fragestellung und leiten daraus ein passendes Mess- und Auswertungskonzept ab.